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Bauerwartungsland: Vorsicht beim Kauf

Wie der Name schon sagt, ist Bauerwartungsland meist ein Grundstück, welches voraussichtlich in naher Zukunft bebaut werden kann. Anhaltspunkte für die Bebaubarkeit solchen Landes sind beispielsweise im Flächennutzungsplan zu finden. Weist dieser das gekaufte Baugrundstück, welches als solches noch nicht bezeichnet werden darf, als Wohngebiet aus, ist damit zu rechnen, dass eine Bebauung in Zukunft erfolgen kann. Gleiches gilt bei einem Ausbau der Versorgungsnetze.

Allerdings gibt es beim Kauf von Bauerwartungsland keine Garantie dafür, dass dieses einmal zu Bauland wird. Es ist lediglich davon auszugehen, dass dies der Fall sein könnte. Sind berechtigte Bedenken vorhanden, sollte vom Kauf von Bauerwartungsland abgesehen werden. Denn diese Spekulation kann schnell nach hinten losgehen. Käufer sollten deshalb peinlich genau überprüfen, ob Bauerwartungsland wirklich zu Bauland umfunktioniert werden kann. Zwar hilft eine Anfrage beim zuständigen Bauamt, doch ist diese nicht verbindlich, kann man sich darauf nicht berufen.

Bauerwartungsland wird zudem meist von großen Investoren gekauft, die vor dem Kauf einen entsprechenden Bebauungsplan vorlegen. Nur wenn dieser aller Wahrscheinlichkeit nach genehmigt wird, werden die Investoren das Bauerwartungsland auch tatsächlich kaufen. Wer hingegen ein Haus bauen will, sollte sich direkt für ein ausgewiesenes Baugrundstück  oder eine Baulücke entscheiden, welches letztendlich den Vorteil bietet, dass der Bau hier garantiert erlaubt sein wird.

In diesen Fällen ist lediglich abzuklären, welche Bebauung zulässig ist und welche nicht. Denn hier entscheidet wiederum der bestehende Bebauungsplan, ob die Gebäude ein- oder mehrgeschossig ausfallen dürfen, ob es sich um Ein- oder auch Mehrfamilienhäuser handelt und vieles mehr. Bauerwartungsland eignet sich mithin für den privaten Käufer, der ein Haus bauen will, eher weniger. Ausnahmen gibt es zwar, doch sind diese recht selten gesät.